Body-based Practice / Public Engagement
Neben meiner künstlerischen und theoretischen Arbeit entwickle und begleite ich körperbasierte Formate mit Frauen, die sich mit Erschöpfung, Care-Arbeit und biografischen Übergängen auseinandersetzen. Diese Praxis ist integraler Bestandteil meiner künstlerischen Forschung und fungiert zugleich als Feld situierter, verkörperter Wissensproduktion.
Ausgehend von Ansätzen der Care-Ethik, insbesondere im Anschluss an Eva Feder Kittay sowie Patrick Schuchter, untersuche ich verkörperte Formen von Sorge und Erschöpfung im Kontext sozialer Reproduktion. Im Zentrum steht die Frage, wie Abhängigkeit, Verletzlichkeit und Überlastung nicht als individuelle Defizite, sondern als strukturell hervorgebrachte Bedingungen erfahrbar und reflektierbar werden.
Durch die Entwicklung kollektiver, prozessbasierter und ästhetischer Formate wird Care als relationale Praxis erforscht, die sich zwischen Körper, Gemeinschaft und gesellschaftlichen Machtverhältnissen entfaltet. Meine Arbeit bewegt sich damit an der Schnittstelle von künstlerischer Forschung, feministischer Theorie und verkörpertem Wissen und zielt darauf ab, Räume zu schaffen, in denen individuelle Erfahrungen in größere soziale und politische Zusammenhänge übersetzt und kritisch verhandelt werden.
Mehr zur praktischen Arbeit → kreatives-yoga.de